Nürnberg

Nürnberg

Nürnberg, gerade mal gut 2 Zugstunden von Stuttgart entfernt und doch war ich dieses Jahr zum ersten Mal hier. Anlass war Coding da Vinci Süd, ein Hackathon, bei dem ich beruflich bedingt dabei sein durfte. Ich habe einen Tag verlängert, um mir endlich mal dNürnberg und vor allem das Reichtsparteitagsgelände anzuschauen.

Warum ausgerechnet das Reichtsparteitagsgelände? In Nürnberg gibt es mehr als genug Museen (Dürrerhaus, Germanisches Nationalmuseum etc.). “Faszination und Gewalt” heißt die Dauerausstellung im Dokumentationszentrum Reichtsparteitagsgelände. Mir versperrt sich der Kopf beim Verstehen. Ich habe Geschichte studiert und in meiner Familie fragen gestellt, nein eigentlich gebohrt und dennoch nicht viel verstanden. Die Klassiker wie Wolfgang Benz, Ernst Klee gelesenen und klar wer mal in Frankfurt gewohnt hat kennt das Fritz Bauer Institut. Vielleicht ist der Titel der Ausstellung mehr als gut und ich bin fasziniert von der “Banalität des Bösen”.

Das Museum: Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände

Im Dokumentationszentrum kann man sich einen Audioguide (sehr robust das Ding) ausleihen und damit durch die Ausstellung gehen. “Aufstieg und Fall des Dritten Reiches” das gesamte Spektrum wird beleuchtet, wer vieles schon weiss, wird die Ausstellung etwas ermüdend finden.

  • Ich hätte mir einen Short-Track gewünscht, damit ich an der Stelle einstiegen kann, wo es um Nürnberg, die Parteitage und das Reichsparteitagsgelände selbst geht.
  • Der Audioguide macht nur dort Sinn, wo an Medienstationen individuelle Redebeiträge abgehört werden können. Das vorlesen der Schrifttafeln ist für deutschsprechende Besucher ziemlich überflüssig.

Die Geschichte des Geländes, die Nutzung und wie die Reichsparteitage in Nürnberg in der Stadt, von den Nürnbergern und den Besuchern erlebt wurde ist sehr spannend.

In einer Sonderausstellung wird zur Zeit die Nutzung des Geländes während desKrieges dokumentiert. Das logistische know-how und die Infrastruktur (Zelte etc.) wurden ziemlich schnell für Kriegsgefangen/Arbeitslager genutzt. Hier war ich leider fast alleine (man ist von der Fülle des Materials In der Dauerausstellung ziemlich erschlagen).

Das Außengelände ist gigantisch und wird heute wieder als Naherholungsgebiet genutzt. Ich hätte mir ja eine Radverleihstation am Dokumentationszentrum gewünscht, so wäre das erkunden des Geländes etwas einfacher gewesen.

Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände

Die Altstadt

Nürnberg liegt am Wasser ,zumindest die Altstadt, das ist mehr als hübsch und im Sommer mit den vielen Restaurants sehr entspannt. Beim Abendspaziergang bin ich etwas eskaliert bei den Spiegelungen der Altstadt.

Mein Hotel

(Werbung, da Namensnennung, selbstbezahlt) Wenn ich die Wahl habe, entscheide ich mich für ein inhabergeführtes Hotel. Das Art und Business Hotel liegt in Bahnhofsnähe und in ein paar Minuten ist man in der Altstadt. Das äußere Erscheinungsbild des Hotels ist eher unscheinbar. Im Innern dominiert urbaner Chic. Lokale Künstler in das Konzept eines Hotels einzubauen ist nicht mehr wirklich neu, wird hier aber ganz sympathisch umgesetzt. Das Hotel punktet mit anderem. Das Frühstück ist weit mehr als ein Standardhotelfrühstück, selbstgebackenes Gebäck, Brotaufstriche, frische Eierspeisen. Der Hinterhof verdient einen schöneren Namen, denn hier kann man entspannt und sehr ruhig unter dem Ginkobaum entspannen. Das Preis-Leistungsverhältnis hat mir gut gefallen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.