Mobilität in Feinstaubcity

Verkehr bei Feinstaub in Stuttgart


Ich habe mit 18 den Führerschein gemacht und mein erstes Auto gekauft (ein VW-Käfer Jahrgang 1972). Und jetzt gehe ich zu Fuß, fahre Rad, nutze den ÖPNV, weil es ökologischer und günstiger ist, sag keiner ich bin nicht lernfähig.


Die Feinstaubwerte diese Woche explodieren wieder, wenn die Luft grün wäre würden alle aufschreien. Feinstaub und Stickoxide sind unsichtbar. Niemand schreit auf.
Eltern fahren mit dem Auto zur Arbeit und lassen Messungen in den Schulinnenräume ihre Kinder vornehmen.

Wir fahren mit dem Zug in die Skiferien und steigen – nein bei der Bahn läuft nicht alles optimal – dreimal statt einmal um. Dort angekommen treffen wir auf eine Familie, die um 5:00 (man will vor der ersten Reisewelle am Ziel sein)  mit dem Auto von Stuttgart losgefahren ist, 20 km im Stau stand und uns bedauert. Mit der Bahn haben sie schon so viel erlebt, sie fahren nicht mehr Bahn. Ups, wenn sie jedes Mal, wenn sie mit dem Auto was erleben (20 km Stau zählt da doch, oder?) aufs Auto verzichtet hätten, aber lassen wir das… Das Tochterkind und ich sind um kurz nach 12:00 losgefahren und hatten 10 Minuten Verspätung. Wir finden uns nicht bedauernswert. 

Mobilität ist ein irrationales Thema und dieser Aberwitz macht mich müde. Während die Autofahrer staubfrei zu Arbeit fahre, atme ich radelnd ihren Feinstaub ein. Mein Homeofficeantrag ist gestellt, ich will nicht mehr jeden Tag euren Dreck schlucken.

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