Basisch Essen – ein Selbtsversuch vor Weihnachten

Die Frozen Shoulder hat mir einen Selbstversuch ermöglicht. Ich versuche das ganze ja positiv zu sehen. Entzündungen im Körper werden – so scheint es – durch bestimmtes Essverhalten befördert. Ich formuliere so vorsichtig, weil ich nicht so richtig über die  naturwissenschaftlichen Richtigkeit dieser
Aussage recherchiert habe. Egal – wenn man Scherzen hat versucht man
vieles. Der Physiotherapeut, riet mir daher mein Essen umzustellen, um die
Entzündung, die ich im Schultergelenk habe nicht weiter zu “befeuern”.

Ich habe mir dann erstmal angeschaut, was das eigentlich bedeutet “basisch
essen”.  Kurz gesagt:

Vegan – glutenfrei

Da meine Essgewohnheiten schon besser waren und ich ohnehin etwas
regulieren wollte, kam  der Selbstversuch genau zum richtigen Zeitpunkt.
Ich habe das ganz spontan entschieden ohne große Planung bzgl. Konsequenz und Dauer. In unserem Haushalt gibt es – wie mir dann auffiel – bereits viele vegane und glutenfreie Lebensmittel (Brotaufstriche, Mandelmilch, Nudeln ohne Eier, Couscus, Bulgur, Quinoa, Hirse…) , die bei uns ganz normal beim Kochen und Essen dazugehören.

Eine Ernährungsumstellung vor Weihnachten anzugehen ist sicherlich eher
ambitioniert. Aber rückblickend war ich 5 Wochen doch ziemlich konsequent.

Falaffel sehr lecker 

Und spannend war es auch, denn so etwas ist immer auch ein Geschmacksexperiment:

  • Nudeln aus Linsen z.B.  finde ich ganz gut
  • Käse aus Sojamilch dagelegen ist ein Albtraum. Ich habe wenigeLebensmittel weggeworfen, aber das fand ich einfach nur eklig
  • Joghourt aus Cashewmilch muss es für mich nicht mehr sein,  Joghourt aus Mandelmilch finde dich dagegen ganz schmackhaft
  • Tofu versuche ich in regelmässigen Abständen, aber ehrlich: Ich mag Tofu nicht und mit Seitan braucht man mir gar nicht erst kommen, ja ich weiß es  gibt tolle Zubereitungsarten, aber ich mag das einfach nicht.

Was habe ich am meisten vermisst:

  • Ich hätte nicht gedacht, dass ich solch eine Brotliebhaberin bin, aber  es geht doch nichts über eine Brezel oder Volkornbrötchen
  • Dass ich Käse vermissen würde war mir sehr klar
  • Ich liebe Kartoffeln, wirklich, aber das ist im Grunde,( neben Hirse,Quinoa, Couscous) aus meiner Sicht schon der einzige basischeSattmacher, wenn man nicht Unmengen von Gemüse oder Suppe isst.

Ein wenig habe ich Milch vermisst, nicht beim Müsli, aber beim Milchkaffee, denn Pflanzenmilch lässt sich einfach nicht so gut wie Kuhmilch aufschäumen. Hafermilch funktioniert hier aus meiner Sicht am besten.

Was ich nicht vermisst habe:

  • Auf Fleisch oder Wurst zu verzichten fiel mir nicht schwer, vor meinem Familienleben habe ich einige Zeit vegetarisch gelebt, völlig  unideologisch, einfach weil es für mich so gepasst hat.
  • Süßigkeiten habe ich  überhaupt nicht vermisst. Ich habe in derWeihnachtszeit Plätzchen gebacken und habe nichts probiert und zwar völlig entspannt. Basisch Essen ist so vielleicht auch ein guter Einstieg  für “Zuckerfrei essen” .

Resümee

Meiner Entzündung hats nicht wirklich geholfen, gut man weiß ja auch nicht, obs noch schlimmer gewesen wäre bei “Normalernährung”. Ich bin definitiv kein Veganer: Milch, Eier und Käse – ich mag die Lebensmittel einfach. Besonders positiv fand ich, dass ich wieder mehr Obst und Gemüse esse und darauf will ich auch in Zukunft weiterhin bewusst achten. Und jetzt? Jetzt kommt Weihnachten und ich werde einfach essen worauf ich Lust habe ohne mich zu verrenken. Mir am Wochenende einen Milchkaffe gönnen und an den anderen Tagen darauf verzichten. Werde Fleisch- und Gemüsefondue essen (bei uns gibts immer beides) und nicht vergessen, dass ich das mit dem Obst im Blick behalten möchte.

Ansonsten überlege ich ob ich eine Woche im Monat bei vegan/glutenfrei bleibe um mein Essverhalten weiter etwas im Blick zu behalten

PS.  Ich habe mich übrigens die ganze Zeit nicht gewogen, von daher kann ich nicht sagen, ob sich hier etwas verändert hat. Aufgefallen ist mir
allerdings, das meine Haut besser war.

Nachtrag:

Auf Wurst habe ich die ganze Zeit zwischen den Jahren gut verzichten können. Selbst die Milch für den Milchkaffee blieb bei Hafermilch. Es war alles in allem ganz ok, dass ich etwas zuviel Süsses gegessen habe und der Obstanteil etwas zu schlecht war, finde ich verzeihlich.

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