Alles anders (11)

Ein ereignisreicher Mittwoch in einer Zeit der Desaster fatigue.

Einkaufen für Ostern

(Ostersamstag)Wir verhalten uns antizyklisch, um so wenig Menschen wie möglich beim Einkaufen zu treffen. Der hiesige Netto hat jetzt Öffnungszeiten von 7.00 bis 22.00 Uhr Am Mittwoch haben wir uns kurz nach 7:00 (ohne Frühstück!) aufgemacht um einzukaufen. Beim Landmetzger wurde das bestellte Hackfleisch und Brät für die Maultaschen abgeholt und bei Netto haben wir vergleichsweise entspannt eingekauft. Im Supermarkt die Abstandsregeln (1,50 bis 2m ) einzuholen gleicht einem TetrisSpiel. Beim Bäcker hier im Dorf hat das mit der Nudelteigbestellung nicht ganz so geklappt. Statt 1kg Nudelteig gabs 2kg, aber egal Hauptsache alles für Maultaschen beisammen und das frühe Einkaufen hat uns sogar noch das letzte Klopapier erwischen lassen.

Eine digitale Vernissage

Beinahe hätte mich der Mut verlassen, aber angemeldet ist angemeldet. Die Kunsthalle Baden-Baden hatte zur Digitalen Vernissage der Ausstellung kunsthallerevisited eingeladen, und ich war zu neugierig, um mich zu bremsen. Die App Zoom hatte ich schon auf dem Handy und abends habe ich mich dann ganz hektisch ins Kleid geworfen, Lippenstift draufgemacht und ein bisschen gefiebert, da ich Zoom noch nie benutzt hatte. Aber es war alles ganz großartig. Die Vernissage wurde von Anke von Heyl entspannt moderiert und Caro von Papen, Luisa Heese haben wunderbar in die Ausstellung eingeführt. Die Kunsthalle wird mit dieser Ausstellung im Internet eine sehr spannende, knappe Retrospektive auf vergangene Ausstellung anbieten. Diese Verknappung ist gang cool, keine Abbildung von 200 Seiten Ausstellungskatalog, das gefällt mir, ein eigenes passendes Format für das Internet. Wer möchte kann sich die Vernissage auch noch via Facebook anschauen 168 Personen waren auf der Vernissage und es wurde sogar per Zufallsgeneration in kleinen Gruppen Small talken. Ich hatte das Vergnügen mit einer Museumsmacherin aus Ludwigsburg zu sprechen und auch hier wird es spannendes unter dem Motto Closedbutopen geben. Die Gleichförmigkeit des Alltages wurde aufgehoben und ich habe etwas für mich gemacht, was ich noch nie gemacht habe, das war unglaublich anregend.

Gründonnerstag: Maultaschensupport via Skype

Morgens bis 11:00 gearbeitet und dann haben wir die Maultaschenproduktion gestartet. Traditionell schwingen hier meine Mutter und da Tochterkind das Zepter und natürlich findet das ganze eigentlich am Karfreitag statt. Aber auch hier ist dieses Jahr vieles anders. Das Tochterkind und ich hatten aber via Skype Unterstützung von meiner Mutter und ich muss sagen, wir haben das ganz köstlich hinbekommen.

Karfreitag: Auslieferung

100 km sind wir gefahren. Erst hat Opa Hans seine Maultaschen bekommen, dann mein Mutter, meine Tante und meine Cousine. Natürlich haben wir mit allen ein Schwätzchen gehalten unter Berücksichtigung der Abstandsregel natürlich. Dann sind wir über unser Stadtwohnung gefahren, haben die einsame Schildkröte versorgt und auch dort kurz mit den Nachbarn geplauscht. Irgendwann waren wir dann wieder im Landhaus und hatten nur noch Hunger, und nein es gab keine Maultaschen für uns (die gabs bei uns ja schon am Gründonnerstag) es gab Würstchen mit Spiegel und Kartoffelsalat. Ich glaube das ist trotzdem ok. Wir haben ja dafür gesorgt, dass die anderen ein traditionelles Karfreitagsessen hatten.

Ostersamstag

Geputzt und Gefeudelt und die Waschmaschine mehrfach zu Höchstleistungen herausgefordert. Das Tochterkind und der Lieblingskoch haben unsere Improvisationsterasse hergerichtet und so konnten sowohl das Mittag- wie das Abendessen im Freien stattfinden. Fast idyllisch.

Wenn da nicht so kuriose Treffen am Nettoparkplatz wären und eine Übergabe von Masken stattfinden würden. Hübsch sind sie. Ich kann einfach nicht nähen, gut, dass es andere gibt, die das können. Eine Win-Win Situation. Sie hat im Moment keinen 450 Euro Job und Krämermärkte auf denen sie sonst ihre selbstgenähten Sachen verkauft gibt es im Moment nicht.

Im Kühlschrank wartet noch der Teig für unsere Mürbteighäschen, aber das machen wir einfach Morgen.

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